Zwei Einspritzprinzipien – unterschiedliche Verschmutzung

Direkteinspritzer (TSI / TFSI / GDI)

Wirkung: Sehr hoch

  • Kraftstoff wird direkt in den Brennraum eingespritzt
  • Einlassventile werden NICHT durch Benzin gespült
  • Blow-by-Gase lagern Ölnebel an den Ventilen ab
  • Verkokung ab ca. 60.000–100.000 km typisch
  • H2-Gas erreicht die Ventile direkt über den Ansaugtrakt

H2-Reinigung besonders wirksam – Ventile werden von innen erreicht

Saugrohreinspritzer (MPI)

Wirkung: Mittel

  • Kraftstoff wird in den Ansaugkanal gespritzt
  • Benzin spült die Einlassventile permanent
  • Weniger Ablagerungen an den Ventilen
  • Brennraum, Einspritzdüsen und Kat können verschmutzen
  • Sinnvoll bei erhöhten AU-Werten ab 120.000 km

H2-Reinigung sinnvoll bei Emissionsproblemen und als Vorsorge

Symptome beim Benziner, die auf Ablagerungen hindeuten

Leistungsverlust

Motor zieht schlechter, besonders unter Last. Verdichtung und Füllungsgrad durch Ablagerungen reduziert.

📋

AU-Werte erhöht

HC- und CO-Werte oberhalb der Grenzwerte. Gemischbildung durch verschmutzte Einspritzventile und Lambdasonde gestört.

🔥

Unrunder Leerlauf

Motor schüttelt leicht oder die Drehzahl schwankt. Ungleichmäßige Verbrennung durch unterschiedliche Ventilquerschnitte.

Erhöhter Verbrauch

Mehrverbrauch von 5–15 % ohne erkennbare Ursache. Schlechtere Verbrennung durch Ablagerungen erhöht den Kraftstoffbedarf.

💨

Abgasgeruch

Intensiver Abgasgeruch nach unverbranntem Kraftstoff (HC). Katalysator arbeitet nicht optimal, Lambda-Regelung gestört.

⚠️

Motorkontrollleuchte

Check Engine wegen Fehlzündung (P0300–P0304), Lambda-Abweichung (P0171/P0172) oder Katalysator-Effizienz (P0420).

Häufig behandelte Benziner

VW TSI

Golf 1.2/1.4/2.0 TSI, Tiguan 1.4/2.0 TSI, Passat 1.4/1.8 TSI

EA211, EA888 – Einlassventil-Verkokung ab 80.000 km häufig

Audi TFSI

A3 1.4/2.0 TFSI, A4 2.0 TFSI, Q5 2.0 TFSI

EA888 Gen.3 mit höherem Ölverbrauch → schnellere Verkokung

BMW

320i N20, 118i/218i B38/B48, Mini Cooper

N20 Direkteinspritzer, B-Motoren ab 2014

Mercedes

C200/C180 M274, E200 M264, A180/A200 M282

Turbo-Direkteinspritzer, Ventilverkokung bei Kurzstreckenbetrieb

Typische Messwert-Verbesserung (Benziner)

Vorher

HC: 285 ppm
CO: 0,45 %
Lambda: 0,96
CO₂: 13,2 %

Nachher

HC: 68 ppm
CO: 0,18 %
Lambda: 1,01
CO₂: 14,6 %

Beispiel: VW Golf 7 1.4 TSI, 95.000 km. AU bestanden nach Behandlung.

Weiterführende Informationen

Häufige Fragen – H2-Motorreinigung Benziner

Warum verschmutzen Benzin-Direkteinspritzer stärker als Saugmotoren?

Bei Direkteinspritzern (TSI, TFSI, GDI) wird Kraftstoff direkt in den Brennraum gespritzt – nicht in den Ansaugkanal. Die Einlassventile werden nicht durch Benzin gespült. Ölnebel aus der Kurbelgehäuseentlüftung (Blow-by-Gase) lagert sich an den Ventilen ab und verkokt über die Zeit. Bei Saugrohrmotoren wäscht das Benzin diese Ablagerungen kontinuierlich ab.

Ab welchem Kilometerstand ist H2-Reinigung beim Benziner sinnvoll?

Bei Direkteinspritzern empfehlen wir eine erste Behandlung ab 80.000–100.000 km als Vorsorge. Bei Kurzstreckenbetrieb oder sichtbarem Leistungsverlust auch früher. Bei Saugrohr-Einspritzern (MPI) ist die Verschmutzung geringer – hier ab 120.000 km oder bei erhöhten AU-Werten.

Verbessert H2-Reinigung auch die Lambda-Werte?

Ja – Ablagerungen auf der Lambda-Sonde verfälschen das Signal. Der Motor regelt das Gemisch falsch: zu fett oder zu mager. H2-Reinigung löst leichte Ablagerungen auf der Sondenkeramik. Bei stark gealterter Sonde (Ansprechzeit > 300 ms) ist ein Tausch nötig – das erkennen wir in der Vordiagnose.

Hilft H2-Reinigung auch beim Katalysator?

Indirekt ja. Ein saubererer Brennraum und korrekte Gemischbildung reduzieren die Schadstoffbelastung des Katalysators. Ablagerungen auf dem Kat-Eintritt können durch die höhere Abgastemperatur nach H2-Behandlung gelöst werden. Bei chemisch vergiftetem oder mechanisch defektem Kat hilft H2-Reinigung nicht.

H2-Motorreinigung für Ihren Benziner

Modell, Motorcode und Kilometerstand nennen – wir empfehlen das passende Behandlungspaket.

WhatsApp