Häufige Fragen
Antworten zu Verfahren, geeigneten Fahrzeugen, AU-Vorbereitung, Kosten und Wirkung der H2-Motorreinigung.
- Bei der H2-Motorreinigung (auch HHO-Reinigung oder Wasserstoff-Motorreinigung) wird durch Elektrolyse von Wasser ein Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt und dem laufenden Motor über den Luftansaugtrakt zugeführt. Im Brennraum reagiert das Gasgemisch mit den Verbrennungsrückständen bei hoher Temperatur: Kohlenstoffablagerungen (Ruß, Koks) werden oxidiert und als CO2 und H2O ausgestoßen. Das Ergebnis: sauberere Brennräume, sauberere Einlasskanäle, geringere Emissionen.
- H2-Motorreinigung eignet sich für alle Benzin- und Dieselfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Besonders sinnvoll bei: Fahrzeugen mit erhöhten Abgaswerten (AU-Vorbereitung), sichtbarem Rußausstoß, Leistungsverlust durch Ablagerungen, AGR-Problemen, häufigem Kurzstreckenbetrieb. Nicht geeignet für reine Elektrofahrzeuge. Bei Hybriden nur den Verbrennungsmotor-Anteil betreffend.
- Ja – das ist einer der häufigsten Anwendungsfälle. Kohlenstoffablagerungen in Brennraum, an Einspritzventilen und Lambda-Sonden verfälschen die Gemischbildung und erhöhen HC-, CO- und NOx-Emissionen. Nach einer H2-Behandlung werden diese Ablagerungen reduziert, die Gemischbildung verbessert sich und die Abgaswerte sinken. Bei uns messen wir die AU-relevanten Emissionswerte vor und nach der Behandlung – schriftlich dokumentiert.
- Eine vollständige Behandlung dauert ca. 45–90 Minuten. Der Motor läuft dabei im Leerlauf, das Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch wird über einen definierten Zeitraum zugeführt. Anschließend empfehlen wir eine kurze Freilandfahrt bei mittlerer Last, um gelöste Ablagerungen vollständig auszutreiben. Danach AU-Messung. Kein Aufwand: Fahrzeug abgeben, wir erledigen alles.
- Der Preis hängt vom Fahrzeugtyp und Aufwand ab – inklusive Vor- und Nachmessung der Abgaswerte. Bei Benzinern ist der Aufwand typischerweise geringer als bei Dieselfahrzeugen mit starken DPF- oder AGR-Ablagerungen. Wir nennen Ihnen den Festpreis nach Angabe von Fahrzeug und Baujahr. Kombination mit AU-Vorbereitung und HU-Inspektion möglich.
- Nein – bei korrekter Durchführung entsteht kein Schaden. Das Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch wird in einer Konzentration zugeführt, die weit unter der Zündgrenze im Ansaugtrakt liegt. Die entstehenden Verbrennungsprodukte (CO2 und Wasserdampf) sind für Katalysator und Partikelfilter unbedenklich – es handelt sich um normale Verbrennungsprodukte. Wir dosieren die Behandlung präzise nach Motorvolumen und -typ.
- Teilweise – ja. H2-Motorreinigung unterstützt die DPF-Regeneration bei leicht bis mäßig verfüllten Filtern. Rußablagerungen werden durch die erhöhte Verbrennungstemperatur oxidiert. Bei vollständig verfülltem oder mit Asche (nicht regenerierbar) zugesetztem DPF ist eine chemische Reinigung oder der Tausch notwendig. Wir messen den DPF-Gegendruck vor der Behandlung und bewerten die Erfolgsaussichten realistisch.
- Als Vorsorge empfehlen wir die H2-Motorreinigung alle 30.000–50.000 km oder vor jeder HU/AU, bei der Emissionen kritisch werden könnten. Bei Kurzstreckenfahrzeugen, Taxis, Lieferwagen und Fahrzeugen mit AGR-Problemen kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Als Einmal-Maßnahme bei konkreten Abgasproblemen natürlich auch einmalig. Wir beraten nach Fahrzeug und Nutzungsprofil.
- Ja – das AGR-Ventil (Abgasrückführung) verkokt durch Ölnebel und Rußpartikel im Ansaugtrakt. H2-Gas wird über den Ansaugtrakt zugeführt und erreicht die AGR-Kanäle direkt. Leichte bis mittlere Verkokung wird gelöst. Bei schwerer Verkokung, wenn das AGR-Ventil mechanisch klemmt, ist oft ein Ausbau und eine manuelle Reinigung oder ein Tausch notwendig. Wir prüfen den Zustand vor der Behandlung per Diagnose.
- Kraftstoff-Additive werden dem Tank beigemischt und wirken über die Verbrennung – die Konzentration ist gering, die Wirkung begrenzt. H2-Motorreinigung führt konzentriertes Wasserstoff-Sauerstoff-Gas direkt in den Ansaugtrakt ein. Die Reaktionstemperatur ist höher, die Einwirkdauer gezielt und die Wirkung auf Brennraum, Ventile und Einspritzanlage deutlich intensiver. Additive können als Ergänzung sinnvoll sein, ersetzen aber keine professionelle H2-Behandlung.
- Besonders sinnvoll. Bei Direkteinspritzern (TSI, TFSI, GDI) wird Kraftstoff direkt in den Brennraum eingespritzt – die Einlassventile werden nicht durch Benzin gespült. Ölnebel aus der Kurbelgehäuseentlüftung lagert sich an den Ventilen ab und verkokt. H2-Gas wird über den Ansaugtrakt eingeführt und erreicht die Einlassventile direkt. Typisch ab 80.000 km empfehlenswert, bei Kurzstreckenbetrieb früher.
- Wenn Ablagerungen die Ursache sind – ja. Kohlenstoffablagerungen auf Ventilen und Einspritzdüsen reduzieren den Querschnitt der Einlasskanäle und verschlechtern das Einspritzbild. Das führt zu weniger Luft im Brennraum, schlechterer Gemischbildung und spürbarem Leistungsverlust. Nach einer H2-Behandlung berichten Kunden von spürbar besserem Ansprechverhalten. Wenn der Leistungsverlust mechanische Ursachen hat (Turbolader, Steuerkette, Kompression), hilft H2-Reinigung nicht.
- Ja – indirekt. Eine sauberere Verbrennung produziert weniger Ruß, der DPF wird weniger belastet. Regelmäßige H2-Behandlung reduziert die Rußbeladung zwischen den aktiven Regenerationszyklen. Das senkt die Regenerationsfrequenz und damit die thermische Belastung des Filters. Besonders relevant für Kurzstreckenfahrzeuge, bei denen die DPF-Regeneration häufig abgebrochen wird.
- Die Lambda-Sonde misst den Restsauerstoff im Abgas und steuert die Gemischregelung. Ablagerungen auf der Sonden-Keramik verfälschen das Signal – der Motor läuft zu fett oder zu mager. H2-Reinigung kann leichte Ablagerungen auf der Sonde lösen und die Messgenauigkeit verbessern. Bei einer elektrisch defekten oder gealterten Sonde (Ansprechzeit > 300 ms) ist ein Tausch nötig – das erkennen wir in der Vordiagnose.
- Sehr gut geeignet. Transporter (Sprinter CDI, VW Transporter TDI, Ford Transit) haben oft hohe Laufleistungen, viel Stadtverkehr und kurze Fahrten – ideal für Rußbildung. Die DPF-Belastung ist hoch, AGR-Verkokung häufig. H2-Reinigung senkt die Emissionen, unterstützt die DPF-Regeneration und kann teure Ausfallzeiten durch DPF- oder AGR-Probleme hinauszögern. Für Unternehmer: planbare Wartungsmaßnahme statt ungeplanter Werkstattaufenthalt.
- Carbon Cleaning ist der englische Oberbegriff für verschiedene Verfahren zur Entfernung von Kohlenstoffablagerungen im Motor. H2-Motorreinigung (HHO-Reinigung) ist eine spezifische Carbon-Cleaning-Methode, die Wasserstoff-Sauerstoff-Gas nutzt. Andere Carbon-Cleaning-Verfahren arbeiten mit chemischen Lösungsmitteln oder Walnut-Blasting (mechanisch mit Walnussschalen-Granulat). H2-Reinigung ist die schonendste Methode, Walnut-Blasting die intensivste. Wir beraten welches Verfahren für Ihr Fahrzeug am sinnvollsten ist.
- In den meisten Fällen nicht sofort notwendig. Gelöste Ablagerungen werden überwiegend über das Abgas ausgetragen, nicht ins Motoröl gewaschen. Bei stark verschmutzten Motoren kann allerdings ein Teil der gelösten Partikel ins Öl gelangen. Wir prüfen nach der Behandlung den Ölzustand. Wenn ein Ölwechsel ohnehin bald fällig ist, empfehlen wir ihn im Anschluss an die H2-Behandlung.
- Eine pauschale Garantie auf bestimmte Messwerte können wir nicht geben – das Ergebnis hängt vom Ausgangszustand des Motors, von der Ursache der Emissionen und vom Verschleißzustand ab. Was wir garantieren: eine professionelle Durchführung mit dokumentierter Vor- und Nachmessung. Wenn die Vordiagnose zeigt, dass H2-Reinigung für Ihr Fahrzeug nicht die richtige Maßnahme ist, sagen wir das offen – bevor Kosten entstehen.
- Ja – Euro-6-Motoren haben engere Grenzwerte und reagieren empfindlicher auf Ablagerungen. Schon geringe Verkokung an Einspritzdüsen oder AGR-Ventil kann bei Euro-6 dazu führen, dass die streng gesetzten Grenzwerte überschritten werden. H2-Reinigung senkt die Emissionen und bringt den Motor näher an die Werkswerte. Besonders relevant für die Abgasuntersuchung (AU), bei der Euro-6-Grenzwerte strenger sind als bei älteren Normen.
- Bringen Sie das Fahrzeug mit warmem Motor (idealerweise 10–15 Minuten Fahrt vorher). Der Motor sollte keine aktive Störung haben (kein Motorlicht, kein Kühlmittelverlust, kein extremer Ölverbrauch). Falls Ihr Fahrzeug aktuell AU-Werte nicht besteht, bringen Sie den letzten AU-Bericht mit, sofern vorhanden. Teilen Sie uns Fahrzeugmodell, Motorcode und Kilometerstand vorab per WhatsApp mit – so können wir die Behandlung optimal vorbereiten.
- Bei der H2-Motorreinigung wird durch Elektrolyse von destilliertem Wasser ein Gemisch aus Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) erzeugt – sogenanntes HHO-Gas. Dieses Gas wird dem laufenden Motor über den Luftansaugtrakt zugeführt. Im Brennraum reagiert das Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch bei Temperaturen über 500 °C mit Kohlenstoffablagerungen (Ruß, Koks, Verkokungen). Durch die Oxidation werden diese Ablagerungen in CO2 und Wasserdampf (H2O) umgewandelt und über das Abgas ausgestoßen. Bei KFZ Dietrich messen wir die AU-relevanten Emissionswerte (HC, CO, NOx) vor und nach der Behandlung mit geeichtem Messgerät – schriftlich dokumentiert. Die messbare Verbesserung der Abgaswerte belegt die Wirksamkeit objektiv.